< Ein großer Schritt für Wuppertal
02.03.2015 16:29 Alter: 4 yrs

Vollgas für den Klimaschutz

Einen Schritt in die Zukunft gehen? Für das SolarCar Team der Hochschule Bochum darf es auch etwas schneller sein. Mit bis zu 110 Stundenkilometern flitzen ihre Sonnenwagen einer klimafreundlichen Zukunft entgegen. Unterstützt durch Forschungskooperationen und Sponsoren überzeugen die innovativen SolarCars aus NRW auf internationaler Ebene. Im Rahmen eines Netzwerktreffens beim Forschungskooperationspartner ThyssenKrupp in Duisburg wurde das Projekt heute von der KlimaExpo.NRW offiziell in die Riege der Vorreiter aufgenommen.


Als einzige deutsche SolarCar-Manufaktur arbeiten Studierende der Hochschule Bochum seit mehr als 15 Jahren an der Entwicklung energieautarker Solarfahrzeuge. Alle zwei Jahre entsteht so ein neues Modell mit stetig verbesserter Effizienz und Alltagstauglichkeit. Die Forschungskooperation mit ThyssenKrupp Steel Europe ist dabei für die Hochschule zentraler Baustein, um mit innovativen und umweltfreundlichen Materialen für Motor und Karosserie wichtige Impulse für die Weiterentwicklung der Elektromobilität zu setzen. Gerade auch diese erfolgreiche Zusammenarbeit von Forschung und Unternehmen hat die KlimaExpo.NRW überzeugt, das Projekt SolarCar als Vorreiter für den Klimaschutz zu qualifizieren. Am Montag, 2. März 2015, übergab Dr. Heinrich Dornbusch, Geschäftsführer der KlimaExpo.NRW, beim Netzwerktreffen der Projektbeteiligten in Duisburg die Urkunde offiziell an den Initiator des SolarCar Projekts, Prof. Dr. Friedbert Pautzke, und Dr. Heribert R. Fischer, Vorstand ThyssenKrupp Steel Europe.


Fortschrittsmotor mit Solarantrieb

Die KlimaExpo.NRW sucht in ganz Nordrhein-Westfalen Projekte, die den Fortschrittsmotor Klimaschutz vorantreiben und präsentieren. In 1.000 Schritten bis 2022 will die Landesinitiative so zum Mitmachen anregen. „Die SolarCars aus Bochum zeigen, dass die Zusammenarbeit von Forschung und Wirtschaft großes Potenzial birgt und langfristige Perspektiven für die Mobilität der Zukunft aufzeigen kann.“ erklärt Dr. Heinrich Dornbusch. Die umfassende Kooperation stärkt das fachliche und technische Knowhow im Bereich solarbetriebener Elektromobilität in NRW und macht den Standort damit national wie international zum Vorreiter.  Bei der World Solar Challenge 2013 in Australien stellte der „ThyssenKrupp Powercore SunCruiser“ seine Leistungsfähigkeit eindrucksvoll unter Beweis und wurde Vizeweltmeister.


Studierende erklären aktuellen Entwicklungsstand

An diesen Erfolg möchte das Team in diesem Jahr anknüpfen und arbeitet derzeit mit Hochdruck an seinem ersten solarbetriebenen Sportwagen. Dies erklärten die Studierenden des SolarCar Teams im Rahmen des Netzwerktreffens am Montag in Duisburg. Doch nicht nur auf die Leistungsfähigkeit, sondern auch auf die Nachhaltigkeit im Produktions- und Verwertungsprozess legen die Bochumer Ingenieurinnen und Ingenieure beim neuen Modell großen Wert. Alternativen zum Werkstoff Kohlefaser wie z.B. hochfester Complexphasen-Stahl und Magnesium sollen bei verschiedenen Baugruppen im neuen Fahrzeug in Zusammenarbeit mit Forschungskooperationspartner ThyssenKrupp Steel Europe zum Einsatz kommen.

Für die Studierenden freut sich Prof. Pautzke ganz besonders über die Auszeichnung der KlimaExpo.NRW: „Das außergewöhnliche Engagement aller am Projekt Beteiligten, vor allem aber das der Studierenden, die die SolarCars tatsächlich konstruieren und bauen, verdient diese Prämierung.“

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