< „VOMPELS“ macht Wasserelektrolyse unter Hochdruck möglich
12.12.2017 15:11 Alter: 343 days

Virtuelle Batterie: industrielle Erprobung

Der Prozess zur Aluminiumherstellung ist nicht nur besonders energieintensiv, sondern basiert zudem auf einer konstanten Energiezufuhr. Mit der „virtuellen Batterie“ hat der Aluminiumhersteller TRIMET Aluminium SE ein Verfahren entwickelt, das den Elektrolyseprozess flexibilisiert und damit für die Einspeisung von Strom aus unsteten Erneuerbaren Energien wie Wind- und Sonnenenergie öffnet. Das bereits 2015 von der KlimaExpo.NRW qualifizierte Projekt erreicht nun mit der industriellen Erprobung den nächsten Meilenstein.


Halle mit Elektrolyseöfen. Am Standort in Essen gibt es drei Hallen dieser Größe mit insgesamt 360 Elektrolyseöfen. (Foto: Trimet)

Für die flexible Steuerung der Elektrolyseöfen hat TRIMET gemeinsam mit der Bergischen Universität Wuppertal einen steuerbaren Wärmetauscher entwickelt, der die Energiebilanz im Ofen trotz fluktuierender Energiezufuhr konstant hält. Um das innovative Verfahren im industriellen Maßstab zu testen, rüstet die TRIMET Aluminium SE aktuell eine der drei bestehenden Aluminium-Elektrolyseanlagen am Standort Essen um. Dafür werden die 120 Öfen der Anlage mit den steuerbaren Wärmetauschern ausgestattet.

Nach der Umrüstung kann die Leistung der Anlage um zirka 25 Prozent variiert werden. Das entsprechend bereitgestellte Speicherpotenzial soll einen Umfang von rund 1.000 Megawattstunden erreichen, was in etwa der Größenordnung eines mittelgroßen Pumpspeicherkraftwerkes entspricht.
Begleitet wird die Umrüstung von Wissenschaftlern der Bergischen Universität Wuppertal, des Wuppertal Instituts sowie des Light Metals Reseach Centre der Universität Auckland.

Zum Projekt