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14.07.2016 12:20 Alter: 3 yrs

Solinger Unternehmen überzeugt mit Klimaschutzengagement

Die Moosbach & Kanne GmbH aus Solingen ist ein Galvanikbetrieb, der beharrlich und konsequent Umwelt- und Klimaschutzmaßnahmen umsetzt. Im gesamten Unternehmen kommt dem Thema Nachhaltigkeit eine besondere Bedeutung zu. Mit neu gesetzten Zielen möchte der Betrieb nun jährlich zusätzlich fünf Tonnen CO2 einsparen. Das Engagement hat die KlimaExpo.NRW überzeugt. Dr. Heinrich Dornbusch, Vorsitzender Geschäftsführer der Landesgesellschaft, überreichte heute die offizielle Urkunde an Dr. Elke Moosbach, Geschäftsführerin der Moosbach & Kanne GmbH.


Das Unternehmen Moosbach & Kanne ist als erstes Solinger Unternehmen und als 165ter von 1.000 Schritten in die Zukunft offiziell in die KlimaExpo.NRW aufgenommen worden. Im Bild v.l.n.r.: Dr. Heinrich Dornbusch, Vorsitzender Geschäftsführer der KlimaExpo.NRW, Frank Balkenhol, Wirtschaftsförderung Solingen, Birte Viétor, Klimaschutzmanagerin Solingen und Dr. Elke Moosbach, Geschäftsführerin Moosbach & Kanne GmbH. (Foto: KlimaExpo.NRW)

20 Mitarbeiter beschichten und lackieren beim Solinger Betrieb unzählige Produkte mit einer Vielzahl von Edel-Optiken – und das seit fast 100 Jahren. Die neue Oberflächenbeschichtung verschönert die Produkte nicht nur, sondern verlängert auch deren Lebensdauer. Auch im Produktionsablauf wird auf Nachhaltigkeitsaspekte Wert gelegt. So werden zum Beispiel die metallhaltigen Schlämme, die bei der Aufbereitung des anfallenden Brauchwassers entstehen, der Wiederverwertung zugeführt. Des Weiteren werden in Zusammenarbeit mit den Kunden Verpackungen überwiegend wiederverwendet und im Mehrwegsystem eingesetzt.

Nun wird das Engagement für den Klimaschutz weiter ausgebaut. Mit Hilfe von Wärmerückgewinnung aus der Abluftanlage und der Umrüstung der Beleuchtung auf LED will der Betrieb pro Jahr 8.800 Kilowattstunden Strom und damit fünf Tonnen CO2 einsparen. Das stete Engagement und die neu gesteckten Ziele haben nun dazu geführt, dass das Unternehmen als Schrittmacher in die Leistungsschau der KlimaExpo.NRW aufgenommen wurde. „Klimaschutz und Nachhaltigkeit sind Aspekte, die uns sehr am Herzen liegen. Wir möchten unseren Beitrag leisten und freuen uns sehr, dass dies auffällt und wertgeschätzt wird. Das zeigt uns, dass wir auf dem richtigen Weg sind und motiviert, diesen weiter zu gehen“, sagt Dr. Elke Moosbach, Geschäftsführerin der Moosbach & Kanne GmbH.

Energieeffizient in die Zukunft

Schritt für Schritt wurde der Energieverbrauch in den letzten Jahren reduziert. Die Steuerungen der galvanischen Anlage und der Abwasseraufbereitung wurden erneuert und energieeffizienter konzipiert, wodurch auch der Chemikalienverbrauch um über 30 Prozent gesenkt werden konnte. Die Wärmeströme zur Beheizung der Räume und Produktionseinrichtungen wurden neu organisiert und die Vorlauftemperatur reduziert. 100 Tonnen CO2 spart der Betrieb darüber hinaus mit dem 2015 in Betrieb genommenen neuen Brennwertkessel und BHKW ein, das gemeinsam mit den Stadtwerken Solingen realisiert wurde. Auch die Druckluftanlage wurde erneuert. Die getätigten Investitionen zahlen sich dabei doppelt aus: durch reduzierte Energiekosten und eine bessere Ar-beitsplatzqualität. „Die Moosbach & Kanne GmbH ist ein Paradebeispiel dafür, wie Unternehmen es mit stetem Engagement schaffen können, den Betrieb auf unterschiedlichen Ebenen zukunftsfähig zu gestalten. Daher freue ich mich, das Unternehmen als Schrittmacher in die KlimaExpo.NRW aufzunehmen“, sagt Dr. Heinrich Dornbusch, Vorsitzender Geschäftsführer der KlimaExpo.NRW.

Nächster Schritt: Wärmerückgewinnung

Für 2016 hat sich das Unternehmen die Wärmerückgewinnung aus der Abluftanlage in der Fertigungshalle zum Ziel gesetzt. Neben der Energieeinsparung trägt die Maßnahme auch zur Verbesserung des Raumklimas bei. Als Ergänzung dazu wird die Hallenbeleuchtung auf LED umgerüstet. Die prognostizierte Einsparung liegt bei 8.800 Kilowattstunden pro Jahr – was wiederum fünf Tonnen CO2 jährlich ausmacht. „Wir freuen uns mit Moosbach & Kanne ein starkes Vorzeigeunternehmen in unserer Region zu haben. Wir hoffen, dass dieses Beispiel auch andere motiviert, sich aufzumachen. Hier wird beispielhaft gezeigt, dass sich Klimaschutz lohnt“, sagt Anette Kolkau von der Bergischen Struktur- und Wirtschaftsförderungsgesellschaft mbH.

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