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24.03.2017 15:31 Alter: 2 yrs

„Schule Natur“ ist Teil der KlimaExpo.NRW

Die Stadt Essen bietet mit „Schule Natur“ erlebnisorientierte Kurse aus den Bereichen Biologie, Ökologie und Umwelt an. Nach dem Motto „Natur erleben und verstehen“ können Kinder und Erwachsene die Energiewende in den unterschiedlichsten Facetten selbst erforschen und spielerisch entdecken. Jedes Jahr nutzen mehr als 45.000 Schülerinnen und Schüler das Angebot. Für dieses Engagement wurde das Bildungsprojekt heute in besonderer Weise honoriert. Wolfgang Jung, Geschäftsführer der KlimaExpo.NRW, überreichte Thomas Kufen, Oberbürgermeister der Stadt Essen, die offizielle Urkunde zur Aufnahme in die landesweite Leistungsschau von Vorreitern für eine klimafreundliche Zukunft.


Im Bild v.l.n.r.: Johanna Rieger, Kita Wunderwelt, Simone Raskob, Umweltdezernentin der Stadt Essen, Thomas Kufen, Oberbürgermeister der Stadt Essen, Wolfgang Jung, Geschäftsführer der KlimaExpo.NRW, Dr. Martin Gülpen, Leitung Schule Natur, Sandra Kleine-Brink, Kita Wunderwelt und Dr. Verena Schmidt-Eichholz mit den Kindern der Kita Wunderwelt aus Essen-Heidhausen. Das Projekt Schule Natur wurde als 202 von 1.000 Schritten in eine klimafreundliche Zukunft, die die KlimaExpo.NRW bis 2022 präsentiert, in die Leistungsschau aufgenommen. (Foto: KlimaExpo.NRW)

Das biologische Bildungszentrum „Schule Natur“ wurde 1995 als Einrichtung der Stadt Essen mit dem Ziel gegründet, Bürgerinnen und Bürgern – vor allem aber Kindern – die Natur- und Umweltzusammenhänge praxisnah und anschaulich zu erklären. Neben dem Lernen stand schon immer der Spaß am Forschen, Entdecken und Mitmachen im Vordergrund. Pädagogisch geschulte Mitarbeiter bieten Kurse für Schulklassen an, die unterschiedliche Themen- und Fachgebiete sinnvoll vernetzen und die Kinder für die Energiewende sensibilisieren. Die Schülerinnen und Schüler lernen dabei im natürlichen Umfeld – im Essener Grugapark und in den Wäldern der Ruhrgebietsstadt. „Die Auszeichnung ist ein wichtiges Zeichen für die bisherige Klimaschutzarbeit in Essen und bestärkt uns in unserem Tun. Die Energiewende ist eines der wichtigsten gesellschaftlichen Projekte der Gegenwart, bei der jeder einzelne seinen Beitrag leisten kann. Darum wollen wir mit unserem Bildungsprogramm schon früh ein umweltbewusstes Handeln fördern“, sagt Thomas Kufen, Oberbürgermeister der Stadt Essen.

Erste Erfahrungen als kleine Energiesammler und im Energieparcours


Die Kinder und Jugendlichen erfahren in einer der Unterrichtseinheiten zum Beispiel, was Energie ist. Sie bedienen Geräte, um Dinge in Bewegung zu setzen oder Licht zu erzeugen. In Modellversuchen erforschen sie Zusammenhänge von Sonne, Licht, Schatten, Wärme, Wind, Wasser und Energie. Oder sie entdecken die Unterschiede zwischen Energiequellen wie Kohle, Holz, Öl und der Sonne. Alle Energieerfahrungen werden als Goldnuggets in einer Spardose gesammelt und später in ein Energielied über die Sonne „Energie“-gewinnbringend umgemünzt. Eine weitere Lerneinheit findet im Energieparcours statt. Hier werden diverse Fragen zur Energiewende aufgeworfen und auch beantwortet. Zum Beispiel was sind regenerative Energien und woher stammen fossile Energieträger, wie wird Kohle genutzt, was sind die Bauteile eines Kohle- oder Stromkraftwerks, wie wird Erdöl hergestellt und wo ist es überall zu finden, aber auch wie man mit einer Zitrone elektrischen Strom erzeugt. „Das Bildungsangebot der Schule Natur fördert Umweltbewusstsein und klimafreundliches Verhalten bereits in jungen Jahren und trägt dazu bei, dass der Energiewende nicht der Nachwuchs ausgeht. Darum hat uns das Projekt überzeugt und ich freue mich über die Aufnahme in unsere Leistungsschau“, sagt Wolfgang Jung, Geschäftsführer der KlimaExpo.NRW.

Viele erreichen, viel bewegen

Mehr als 1.500 Veranstaltungen organisiert die Schule Natur pro Jahr – mit mehr als 45.000 Schülern. Auch für Erwachsene werden Seminare und Führungen angeboten. Teilnehmende Multiplikatoren verbreiten das erlernte Wissen über den Teilnehmerkreis hinaus. „Wenn wir Kinder in unseren Kursen zu Forschern machen, erleben wir, wie interessiert und neugierig sie sich mit den Themen befassen. Wir freuen uns darüber, weil sie dabei erfahren: Wissen macht Spaß“, sagen Dr.Verena Schmidt-Eichholz und Dr. Martin Gülpen, Leitung Schule Natur.

Auch Eltern, Freunde und Geschwister profitieren von den Lerninhalten – und werden für die Themen Natur, Umwelt und Energiewende gewonnen. Über das Programm „Energiesammler in Aktion“ hat die Schule Natur zudem in Kooperation mit der EnergieAgentur.NRW 40 Veranstaltungen im Rahmen des Wettbewerbes „KlimaKita.NRW“ durchgeführt – sowohl im Grugapark als auch in Kitas in ganz NRW.

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