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27.03.2018 14:26 Alter: 327 days

Mit Förderung zur Marktreife – Der Nitratsensor geht in Serie

Ertragreichere Ernten, bessere Qualität und geringere Kosten – all das ermöglicht Dr. Nicholas Plumeré mit seinem an der Ruhr-Universität Bochum entwickelten Nitratbiosensor. Mit einer Förderung des Europäischen Forschungsrates (ERC) soll das Produkt des Qualifizierten KlimaExpo.NRW-Projektes nun in Serie gehen und schon bald Landwirte beim Düngen unterstützen. 


Foto: Gorczany

Um sicherzustellen, dass Pflanzen mit genügend Nitrat versorgt werden, düngen Landwirte oft zu viel. Da sich aber Nitrat, das nicht von den Pflanzen aufgenommen wird, durch Bakterien in gesundheitsschädliches Nitrit umwandelt, muss dieses zusätzlich aus dem Trinkwasser entfernt werden. Um die Kosten dieses Mehraufwands zu sparen und das Grundwasser nicht mit Dünger zu verunreinigen, soll der Nitratsensor von Dr. Nicholas Plumeré  nun in Serie gehen. Dieser ermittelt den Nitratgehalt des Bodens und sendet die Daten an das Smartphone der Landwirte, damit diese genau wissen, wann wie viel gedüngt werden muss. Ein Tropfen Pflanzensaft reicht dafür bereits aus.

Mit dem Proof of Concept Grant des European Research Council (ERC) ist die Umsetzung des Sensors für die Anwendung auf dem Feld nun möglich. Unterstützt durch den Grant, werden die Forscher nun eine Marktanalyse durchführen, das Produkt in Serie bringen und einen Business-Plan für ein Spin-Off Unternehmen entwickeln, das die Vermarktung übernehmen wird.