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09.12.2014 12:00 Alter: 4 yrs

metropol-E als Fortschrittsmotor Klimaschutz qualifiziert

200 Elektrofahrzeuge, 180 Ladepunkte verteilt über das gesamte Stadtgebiet und ein optimiertes Flottenmanagement machen die Stadt Dortmund einzigartig. Der kommunale Fuhrpark der Stadt Dortmund wurde um Elektrofahrzeuge mit neuen Ladekonzepten erweitert und sorgt somit für mehr Lebensqualität in der Stadt. Das hat die KlimaExpo.NRW überzeugt und so wurde das Projekt metropol-E in die Liste der qualifizierten Projekte aufgenommen.


Foto: Stefanie Kleemann / Dortmund-Agentur

Ziel des Projektes metropol-E ist eine optimale Einbindung von Elektrofahrzeugen in die Flotte der Stadt Dortmund. Durch ein neuartiges Flottenmanagementkonzept reduziert sich die Anzahl konventioneller Fahrzeuge und somit auch maßgeblich der CO2-Ausstoß, denn die Ladung der E-Fahrzeuge erfolgt ausschließlich klimafreundlich – mit 100 Prozent Ökostrom aus Photovoltaikanlagen und Mini-Windkraftanlagen.

KlimaExpo.NRW sucht den Fortschrittsmotor Klimaschutz

„Im ganzen Bundesland sind wir auf der Suche nach Projekten, die einen Beitrag zum Klimaschutz leisten und gleichzeitig Impulse geben für wirtschaftliche Entwicklung und mehr Lebensqualität. Das Projekt metropol-E hat uns in ganzer Linie überzeugt“, sagt Wolfgang Jung, Geschäftsführer der KlimaExpo.NRW. Grund hierfür sind nicht nur die eingesparten CO2-Emissionen, sondern auch die Entwicklung einer auf andere Kommunen übertragbaren Modelllösung. Durch das vorbildliche Vorangehen der Stadt steigt auch unweigerlich die Akzeptanz der Bevölkerung für neue Antriebstechnologien. Weniger Lärm und bessere Luft zahlen sich für die Städte aus. Gleichzeitig erfolgt eine Sensibilisierung für neue Mobilitätskonzepte. Nicht zu vergessen sind auch die ökonomischen Vorteile des Projektes: Durch den Einsatz selbsterzeugter, erneuerbarer Energien werden die Betriebskosten der Fahrzeuge erheblich gesenkt.

Flottenmanagement für den Erfolg

Seit Beginn des Projektes haben die Mitarbeiter der Stadt mit elf Elektrofahrzeugen bereits 180.000 Kilometer zurück gelegt und dadurch deren Praxistauglichkeit nachgewiesen. Neben der Weiterentwicklung und Erprobung der neuartigen Fahrzeuge und Ladetechnologien mussten auch bestehende Abrechnungs- und Buchungssysteme angepasst werden. Die neue geschaffene Reservierungs- und Dispositionssoftware für die Pool-Fahrzeuge kombiniert nun auch verschiedene Mobilitätsvarianten (Elektroauto, ÖPNV, Fußweg, Fahrrad, Pedelec, konventioneller Pkw) unter Berücksichtigung der Schadstoffbilanz miteinander, um jeweils die effizienteste Mobilitätsart wählen zu können. Auch neue Speichertechnologien haben zum Erfolg des Projektes beigetragen: Der von den Anlagen erzeugte Strom wird nicht wie üblich über das Netz abtransportiert, sondern vor Ort in Batterien zwischengespeichert, um die Versorgung der Elektrofahrzeuge zu jedem Zeitpunkt sicherzustellen.

Für Oberbürgermeister Ullrich Sierau ist es von großer Bedeutung, Zivilgesellschaft, Wirtschaft, Wissenschaft und Politik mit dem dort verankerten Wissen, den Erfahrungen, aber auch den kritischen Bedenken in die technologischen Stadtentwicklungsprozesse einzubinden. Auf Grundlage dieses erprobten Vorgehens wurde das Thema Elektromobilität in die Nachhaltigkeitsstrategie integriert, sowohl verwaltungsintern mit dem Projekt metropol-E, als auch mit der Initiierung des externen Lenkungskreises Elektromobilität. Über kreative Öffentlichkeitsarbeit wie Fotowettbewerbe sowie Wissenschafts- und Elektromobilitätstage konnten die Projektinhalte für eine breite Öffentlichkeit erforschbar, erfahrbar und erlebbar gemacht werden. Nicht nur die Akzeptanz bei den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, sondern auch die der Bürgerschaft konnte gesteigert werden. Genau für diese vernetzenden Aktivitäten wurde die Stadt Dortmund mit dem deutschen Nachhaltigkeitspreis 2014 ausgezeichnet.

Die Darstellung des Projektes metropol-E als qualifiziertes Projekt der KlimaExpo.NRW wird die Sichtbarkeit des Projekts weiter erhöhen und bestmöglich andere Kommunen zur Nachahmung ermutigen. Thomas Westphal, KlimaExpo.NRW-Beauftragter und Wirtschaftsförderer der Stadt Dortmund erläutert, dass der Verkehr zu den großen Schadstoffemittenten gehört, aber die Mobilität ein Grundbedürfnis des Menschen und ein Schlüsselelement für die Wirtschaft ist. Mit dem Projekt metropol-E nimmt die Stadt Dortmund eine Vorbild- und Vorreiterrolle ein, um die betriebliche Mobilität der Verwaltung nachhaltig, CO2-optimiert und multimodal zu gestalten und somit die ehrgeizigen Klimaschutzziele der Stadt Dortmund zu erreichen.

Das Projekt metropol-E wurde von einem Konsortium unter Leitung von RWE konzipiert und durchgeführt. RWE-Gesamtprojektleiter Claus Fest: „Auch unser Leuchtturmprojekt metropol-E hilft mit, Dortmund zur nachhaltigsten Großstadt Deutschlands 2014 zu machen. Die Stadt nutzt Sonne und Wind für den Verkehr. Dafür setzen wir ein intelligentes Energiemanagementsystem ein.“

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