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24.04.2015 10:18 Alter: 4 yrs

Landesweit erstes Plusenergiehaus im geförderten, mehrgeschossigen Wohnungsbau eröffnet

• Feierliche Einweihung des Neubaus durch NRW-Bauminister Michael Groschek • Mieter profitieren von hoher Energieeffizienz • Förderkonzept kann als Grundlage für weitere Plusenergiehäuser im geförderten Wohnungsbau dienen


Foto: KlimaExpo.NRW

Das NRW-weit erste Plusenergiehaus im geförderten Geschossmietwohnungsbau ist heute in Bottrop feierlich eröffnet worden. Der Neubau der Gesellschaft für Bauen und Wohnen Bottrop (GBB) wurde u. a. von Michael Groschek, Minister für Bauen, Wohnen, Stadtentwicklung und Verkehr des Landes NRW, Bürgermeister Klaus Strehl sowie Alexander Rychter, Verbandsdirektor des Verbands der Wohnungs- und Immobilienwirtschaft (VdW) Rheinland Westfalen, eingeweiht.
Landesbauminister Michael Groschek betonte die Bedeutung des Projekts: „Die Steigerung der Energieeffizienz bei Bestandsgebäuden sowie die energetische Optimierung bei Neubauten ist mit der wichtigste Hebel zur Reduktion der CO2-Emissionen. Dass nun auch Mieter im sozialen Wohnungsbau vom Plusenergie-Niveau und damit von niedrigeren Energiekosten profitieren können, ist ein weiterer wichtiger Schritt, der auch exemplarisch für den InnovationCity-Ansatz steht.“

Stromverbrauch bilanziell abgedeckt

Das GBB Plusenergiehaus wurde auf der Basis des Passivhaus-Standards errichtet und zusätzlich mit einer Photovoltaikanlage sowie einer Geothermie-Wärmepumpe ausgestattet. So kann der Energieverbrauch im Haus für Heizung, Warmwasser, Belüftung und Allgemeinstrom sowie der prognostizierte Stromverbrauch der Mieter bilanziell abgedeckt werden. Die erzeugten Überschüsse werden im benachbarten Verwaltungsgebäude der GBB genutzt. Zudem wurden ausschließlich natürliche Baustoffe sowie moderne Dämmstoffe und Isolierverglasung verbaut.
Energieertrag und -verbrauch werden permanent von der Hochschule Ruhr-West erfasst, ausgewertet und im Eingangsbereich des Gebäudes digital angezeigt. Besonderer Service für Besucher: Eine Ausstellung zeigt die eingesetzten Materialien und Bauteile. Hans-Jürgen Bode, Geschäftsführer der GBB, erklärt: „Mit dem GBB Zukunftshaus zeigen wir, dass energetische Innovation kein Luxus für Wenige sein muss und dass die GBB ihren sozialen Auftrag auch im Kontext der InnovationCity Ruhr | Modellstadt Bottrop erfüllt.“

Barrierefrei und altersgerecht

Der feierliche Spatenstich fand im Dezember 2013 statt. Nach 16 Monaten Bauzeit ist das neue Gebäude nun ab 1. Mai 2015 bezugsfertig. Die sechs Wohneinheiten haben eine Größe von jeweils 72 qm. Um das Wohnangebot auch für ältere, berechtigte Mieter und Menschen mit Behinderungen interessant zu machen, ist das Gebäude barrierefrei zugänglich und mit einem Aufzug ausgestattet.
Neben der öffentlichen Förderung durch das Land Nordrhein-Westfalen und einem Eigenanteil der GBB wurde das Projekt über KfW-Kredite finanziert. Das vom Land NRW, der Innovation City Management GmbH und der GBB entwickelte Förderkon-zept des Zukunftshauses kann zukünftig auch als Grundlage für weitere Plusenergiehäuser im sozialen Wohnungsbau in NRW dienen. So bildet auch dieses Projekt der InnovationCity Ruhr ein Modellprojekt für ähnliche Vorhaben im sozialen Wohnungsbau in ganz NRW.

Schritt 69 von 1.000

Über die Eröffnung hinaus wurde das GBB Zukunftshaus auch als Teil der KlimaExpo.NRW ausgezeichnet, zu der bereits auch die InnovationCity Ruhr | Modellstadt Bottrop zählt. Die KlimaExpo.NRW sucht im ganzen Bundesland nach Projekten, die den wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Fortschritt, der durch Klimaschutzmaßnahmen entsteht, besonders gut demonstrieren. In 1.000 Schritten will die Landesinitiative bis 2022 zum Mitmachen anregen. Als einer dieser Schritte wurde das Gebäude als Vorreiter-Projekt der KlimaExpo.NRW ausgezeichnet. NRW-Bauminister Michael Groschek übergab die Urkunde “Wir sind dabei“ der KlimaExpo.NRW heute an den GGB Geschäftsführer Hans-Jürgen Bode.

„Mit dem Plusenergiehaus in Bottrop zeigt die GBB auf eindrucksvolle Weise, dass auch im sozialen Wohnungsbau nicht auf zukunftsweisende Technologien verzichtet werden muss. Ein Projekt, das neben ökologischen auch viele Vorteile für die Bewohner mit sich bringt“, sagt Wolfgang Jung, Geschäftsführer der KlimaExpo.NRW.

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