< Klimafreundliches Gebäude der Uni Münster spart CO2 und schont Ressourcen
24.04.2017 15:00 Alter: 238 days

Kooperationsprojekt untersucht „Mobilität im ländlichen Raum“

Ländlich geprägte Räume stehen in Zeiten des demografischen Wandels und leerer kommunaler Kassen vor der besonderen Herausforderung, die Bürgerinnen und Bürger vor Ort zu halten. Im Fokus steht dabei insbesondere die Frage nach einer klimafreundlichen, individualisierten und zukunftsorientierten Mobilität. Mögliche Lösungsansätze für das Münsterland sollen nun in einem gemeinsamen Projekt des Münsterland e.V. mit der KlimaExpo.NRW zum Thema „Mobilität im ländlichen Raum“ erarbeitet werden.


Foto: KlimaExpo.NRW

 Wie kommen die Bewohner möglichst bedarfsorientiert, schnell und unkompliziert in die Ballungszentren, zur Arbeit, zum Arzt oder zum Einkauf? Gibt es Ansätze, die dabei ohne eine Zunahme oder gar Verringerung des motorisierten Individualverkehrs auskommen? Wie kann ein solches Konzept wirtschaftlich tragfähig realisiert werden? Erfolgreiche Lösungen für den Umgang mit den zentralen Herausforderungen in ländlich geprägten Regionen lassen sich bereits heute im Münsterland finden. So präsentiert der Olfener Schülerbus eine innovative Lösung, wie die Beförderung von Schulkindern – auch bei rückläufigen Schülerzahlen – effizient und umweltgerecht gestaltet werden kann. Analog dazu zeigt der Bürgerbus aus Olfen, dass bedarfsorientierte Mobilität für alle Altersklassen auch in dünner besiedelten Regionen funktionieren kann.

Ausgehend von den erfolgreichen Beispielen möchte man im Münsterland nun zusammen mit den relevanten Akteuren weitere Konzepte einer nachhaltigen, zukunftsorientierten Mobilität entwickeln. So strebt man an, das Potenzial multimodaler, klimafreundlicher Mobilitätsketten zu analysieren. Diese kombinieren diverse Verkehrsmittel, wie Bahn, ÖPNV, Elektro-Car-Sharing und (E-)Fahrräder, sinnvoll miteinander und stellen eine Möglichkeit dar, den Bedarf an motorisiertem Individualverkehr zu reduzieren. Zudem soll erarbeitet werden, inwiefern alternative Mobilitätssysteme mit individualisierten Zubringersystemen zu Mobilitätsknotenpunkten – also Schnittstellen mit den Hauptverkehrsachsen – zu einer Verlagerung des Verkehrs beitragen können. Dabei ist unter anderem auch interessant, welche Rolle das autonome Fahren und die Digitalisierung in Zukunft einnehmen können.