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02.06.2016 17:37 Alter: 3 yrs

Klimaschutzminister Remmel nimmt das Projekt „StadtwaldHolz“ in die KlimaExpo.NRW auf

Der Kölner Handwerksbetrieb „Feines in Holz“ entwirft und fertigt Möbel und weitere Gegenstände aus Holz – und zwar ausschließlich aus dem heimischen Forst. Die Nutzung der lokalen Holzbestände bindet CO2, schafft klimafreundliche Transportwege und eine Bindung der Kunden an den Wald vor ihrer Tür. Für dieses vorbildliche Engagement im Klimaschutz nahm NRW-Klimaschutzminister Johannes Remmel das Projekt heute offiziell in die KlimaExpo.NRW auf – als 157. von 1.000 „Schritten in die Zukunft“.


„Was passiert eigentlich mit dem Holz vor unserer Haustür?“, fragten sich die heutigen Inhaber des Kölner Handwerksunternehmens „Feines in Holz“ damals. Das war 1990, nach dem Sturm Wiebke. Aus der spontanen Idee ist längst ein solides Geschäft entstanden: Architektin Sabine Röser und Schreiner Wilfried Nißing entwerfen und fertigen Möbel und Gegenstände aus lokalem Holz, das ausschließlich dem Forst der Stadt Köln entstammt. Die Produkte werden unter der Marke StadtWaldHolz verkauft.
Für jeden Festmeter Holz (ein Kubikmeter fester Holzmasse), den die beiden verarbeiten, bleibt durchschnittlich eine Tonne CO2 weiter gebunden. Stark verkürzte Transportwege verbessern zusätzlich die Klimaschutzbilanz. Und nicht nur das: Die Bürger aus der Region können ihren Wald auf diese Weise weiternutzen – ein Stück „Stadtwald für zu Hause“.


Symbolische Schuhabdrücke: StadtwaldHolz wird 157. von 1.000 „Schritten in die Zukunft“

Für dieses vorbildliche Engagement im Klimaschutz nahm NRW-Klimaschutzminister Johannes Remmel das Projekt heute feierlich in die KlimaExpo.NRW auf. Zu diesem Anlass übergab Minister Remmel im Beisein von Oberbürgermeisterin Henriette Reker die Urkunde und Plakette zur Qualifizierung für die Leistungsschau an die beiden Geschäftsführer Sabine Röser und Wilfried Nißing: „Die Produkte von StadtwaldHolz verbessern die Klimabilanz durch kurze Lieferwege und Bindung des CO2 in der Ressource Holz. Gleichzeitig schaffen die lokalen Produkte ein Bewusstsein und eine Identifikation der Menschen mit dem Kölner Forst“, so der Minister.

Um den 157. von „1.000 Schritten in die Zukunft“, die die KlimaExpo.NRW bis zum Jahr 2022 aufzeigt, auch symbolisch zu würdigen, nahm die Landesinitiative den beiden dabei auch die Schuhabdrücke ab. Oberbürgermeisterin Reker zeigte sich erfreut über die Würdigung des nachhaltigen Geschäftskonzeptes: „Der Kölner Handwerksbetrieb Feines in Holz zeigt eindrücklich, dass unsere heimische Forstwirtschaft nicht nur eine zukunftsträchtige Wirtschaftsbranche mit Beschäftigungsperspektiven ist, sondern zugleich einen wertvollen Beitrag für den nachhaltigen Klimaschutz vor Ort leistet.“

Sabine Röser und Wilfried Nißing nahmen die Würdigung dankend entgegen: "Für uns ist es sehr wichtig, lokale Ressourcen zu nutzen. Wir freuen uns sehr, in die KlimaExpo.NRW aufgenommen zu werden.“

Genug Kölner Holz für noch mehr Möbel, FSC-zertifizierte Forstwirtschaft

Bei der regelmäßigen Durchforstung der 3.600 Hektar großen Waldflächen in Köln fällt ausreichend Holz für eine wirtschaftliche Verwertung an. Jedes Jahr werden etwa 12.000 Festmeter Holz geerntet, rund zehn Prozent davon sind kräftig genug, um daraus solide Möbel zu bauen. Das Unternehmen Feines in Holz verarbeitet momentan rund 15 Festmeter pro Jahr zu Produkten – genug Holz für noch mehr klimafreundliche Produkte ist also da.

Die Stadt Köln betreibt nachhaltige Forstwirtschaft, seit 2002 auch durch den Forest Stewardship Council (FSC) zertifiziert. Bei lokalem Holz ist zudem sichergestellt, dass es nicht aus Raubbau stammt oder illegal geschlagen wurde. Auch auf exotische Sorten müssen die Kunden nicht verzichten: Im forstbotanischen Garten stehen zum Beispiel Mammutbäume, die zu Gartenmöbeln verarbeitet werden können.

Nachhaltigkeit als Unternehmenspolitik

Um möglichst viel Holz als Rohstoff für Produkte zu verwenden, stellt Feines in Holz neben Möbeln auch kleinere Produkte wie Hocker oder Schneidebretter her. Erst der Rest wird für die Heizung der Betriebsräume genutzt.
Und auch in anderen Bereichen orientiert sich der Handwerksbetrieb am Prinzip der Nachhaltigkeit. Das reicht von der Ökostromnutzung und dem Einsatz von Bio-Einsatzstoffen in der Produktion über klimafreundliche betriebliche Mobilität mit eigenem Lastenfahrrad und ÖPNV bis hin zum Engagement in Sozial- und Schulprojekten.

Über Feines in Holz:
Der Name ist Programm: Die Schreinerei „Feines in Holz“ arbeitet ausschließlich mit Holz aus dem Kölner Forst. Individuelle Möbelanfertigungen, Kleinmöbel und Accessoires in Serie – all dies erhalten Kunden aus konsequent nachhaltiger Produktion. Platanen, Eichen, Ulmen entstammen lokaler, FSC-zertifizierter Forstwirtschaft und werden im hauseigenen Sägewerk aufgesägt, gelagert und zu handwerklich hochwertigen, langlebigen Produkten verarbeitet. Nachhaltigkeit spielt in allen Herstellungsabschnitten die zentrale Rolle – ob bei der Verwendung von Ökostrom, der ressourcenschonenden Logistik, der Verwendung von kontrollierten Ölen zur Behandlung des Holzes, der soliden Verarbeitung oder dem modernen und zugleich zeitlosen Design. Hier entstehen Möbel fürs Leben, die sich klar vom Mainstream absetzen. Hinter der 2007 eingetragenen Marke StadtwaldHolz® stehen die Architektin Sabine Röser und der Schreiner Wilfried Nissing.

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