< Klimaschutzminister Remmel nimmt energieeffiziente Kleinkläranlage in die KlimaExpo.NRW auf
30.05.2016 13:13 Alter: 3 yrs

Klimaschutzminister Remmel nimmt das Projekt „Mobile Wärmebox“ in die KlimaExpo.NRW auf

Die „Mobile Wärmebox“ beheizt im münsterländischen Ennigerloh das Hallenbad, das Freibad, Lagerhallen und eine Reinigungsfirma mit Abwärme, die bei der Verstromung von Deponie- und Biogas als „Abfallprodukt“ entsteht. Eine Win-Win-Situation, denn davon profitieren Abwärmeproduzent und Abwärmenutzer gleichermaßen. Für dieses vorbildliche Engagement im Klimaschutz nahm NRW-Klimaschutzminister Johannes Remmel das Projekt der aha - AWG und Hammelmann GbR heute offiziell auf der IFAT 2016 in München in die KlimaExpo.NRW auf – als 171. von 1.000 „Schritten in die Zukunft“.


Von links nach rechts: Minister Remmel, Thomas Grundmann und Wolfgang Jung bei der Urkundenübergabe.

Die AWG Abfallwirtschaftsgesellschaft des Kreises Warendorf mbH und die Hammelmann Service GmbH Co. KG haben einen mobilen Wärmespeicher entwickelt und dafür die gemeinsame aha - AWG und Hammelmann GbR gegründet. „Mit dem System lassen sich nicht nur Bäder, sondern auch Gebäude, wie zum Beispiel Lagerhallen, beheizen“, erklärt AWG-Geschäftsführer Thomas Grundmann. Beim Geschäftspartner Hammelmann wird über Wärmetauscher das Heißwasser für eine Behälter- und Leergutreinigung erzeugt.

Für dieses vorbildliche Engagement im Klimaschutz wurde das Projekt „Mobile Wärmebox“ heute feierlich in die KlimaExpo.NRW aufgenommen. Zu diesem Anlass übergab NRW-Klimaschutzminister Johannes Remmel auf der IFAT 2016 in München, der Weltleitmesse für Umwelttechnologien, die Urkunde zur Qualifizierung für die Leistungsschau an AWG-Geschäftsführer Thomas Grundmann. „Das Projekt zeigt eine einfache und im Gegensatz zu vielen anderen mobilen Wärmespeichern auch wirtschaftliche Lösung für den rohrfreien Wärmetransport. Von dem Pilotprojekt profitieren Abwärmeproduzent und -nutzer gleichermaßen“, so Minister Remmel.

Um diesen 171. von „1.000 Schritten in die Zukunft“, die die KlimaExpo.NRW bis zum Jahr 2022 aufzeigt, auch symbolisch zu würdigen, nahm die Landesinitiative dabei Thomas Grundmann die Schuhabdrücke ab. Der AWG-Geschäftsführer nahm die Würdigung dankend entgegen: „Wir freuen uns über diese besondere Auszeichnung und sind stolz darauf, dass unser aktives Engagement zum Thema Klimaschutz und innovative Wärmenutzung mit einer Beteiligung an der KlimaExpo.NRW gewürdigt wird.“

Über das Projekt „Mobile Wärmebox“:

Das Projekt verwendet ganz einfach Wasser als Wärmeträger und schafft so einen wirtschaftlichen Betrieb. Seit dem Frühjahr 2016 wird das Olympiabad in Ennigerloh mit Wärme aus dem Entsorgungszentrum versorgt. Das bis zu 85 °C heiße Wasser wird per Spezialisolierbehälter transportiert und am Schwimmbad in einen 23 Kubikmeter großen Speicherbehälter überführt. Dieser ist so ausgerüstet, dass das Wasser über Mischer in die Becken abgegeben werden kann. Über Wärmetauscher wird das Duschwasser für die Badegäste auf bis zu 60 °C aufgeheizt, die hohen Temperaturen verhindern gleichzeitig die Bildung von Legionellen.
Je nach Bedarf werden zwei bis drei Container pro Woche benötigt. Ein Behälter transportiert ca. 1.700 Kilowattstunden Wärme. Verglichen mit der reinen Gasnutzung spart das Olympiabad mit jeder Wärmebox rund 340 Tonnen CO2 pro Jahr ein. Bereits seit 2014 werden das Freibad und die Hallen eines Logistikunternehmens mit Wärme beliefert sowie ein Reinigungsunternehmen bei der Heißwasserbereitung unterstützt.

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