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30.05.2017 13:26 Alter: 1 year

Fraunhofer UMSICHT und Volterion sind Teil der Leistungsschau

Mit seinen Forschungsaktivitäten engagiert sich Fraunhofer UMSICHT seit Jahren für eine nachhaltige Energie- und Rohstoffwirtschaft. Dafür wurden das Institut und das Spin-Off Volterion, das Batterien zur Speicherung Erneuerbarer Energien entwickelt, am 30. Mai 2017 in Oberhausen von der KlimaExpo.NRW als Vorreiter im Klimaschutz in die landesweite Leistungsschau aufgenommen.


Im Bild v.l.n.r.: Prof. Dr. Görge Deerberg, stellv. Institutsleiter des Fraunhofer UMSICHT, Dr. Markus Hiebel, Abteilungsleiter Nachhaltigkeits- und Ressourcenmanagement des Fraunhofer UMSICHT, Dr. Heinrich Dornbusch, Vorsitzender Geschäftsführer der KlimaExpo.NRW, Dr. Thorsten Seipp, Geschäftsführer Volterion sowie Sascha Berthold, Geschäftsführer Volterion. Das Institut ist Schritt 166, das Projekt Volterioin Schritt 195 von 1.000 Schritten in eine klimafreundliche Zukunft, die die KlimaExpo.NRW bis 2022 präsentiert. (Foto: KlimaExpo.NRW)

Die wichtigsten Herausforderungen des industriellen Wandels in Nordrhein-Westfalen sind, die Energiewende nachhaltig umzusetzen und die Klimaschutzziele zu erreichen. Diese zu bewältigen, liegt in der gemeinsamen Verantwortung von Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und Zivilgesellschaft.
Zu dieser Entwicklung leistet das Fraunhofer Institut für Umwelt-, Sicherheits- und Energietechnik UMSICHT mit seinen Nachhaltigkeitsaktivitäten einen wichtigen Beitrag. Das verdeutlicht einmal mehr die Auszeichnung durch die KlimaExpo.NRW, die das Institut und das UMSICHT-Spin-Off Volterion für ihr Klimaschutz-Engagement würdigt. Am 30. Mai hat Prof. Dr. Görge Deerberg, stellv. Institutsleiter, zusammen mit Dr. Markus Hiebel, Abteilungsleiter Nachhaltigkeits- und Ressourcenmanagement, und Thorsten Seipp von Volterion die Urkunden von Dr. Heinrich Dornbusch, Vorsitzenden Geschäftsführer der KlimaExpo.NRW am Institutsstandort in Oberhausen entgegen genommen.

Klimaschutz durch Nachhaltigkeit und Erneuerbare Energien

»Das Thema Nachhaltigkeit ist fest bei Fraunhofer UMSICHT verankert und wird auch in unseren Leitlinien zum klaren Ziel erklärt«, so Dr. Hiebel, der am Institut die Nachhaltigkeitsaktivitäten betreut. Seit 2008 erscheinen regelmäßig Nachhaltigkeitsberichte, aber auch extern wird das Nachhaltigkeitsbekenntnis kommuniziert, z. B. beim deutschen Nachhaltigkeitskodex oder dem Utopia Changemaker-Manifest. Den größten Klimaschutzbeitrag leistet UMSICHT jedoch über seine entwickelten technischen Innovationen, die beträchtliche Mengen CO2 einsparen können. Ein Beispiel für das Klimaschutzpotenzial der Entwicklungen von UMSICHT ist das Cleantan®-Verfahren der abwasserfreien Ledergerbung. Dieses ermöglicht eine drastische Reduzierung des Chrom-, Chemikalien- und Wassereinsatzes bei gleichzeitig erheblich kürzerer Gerbdauer durch die Verwendung verdichteten Kohlendioxids als Prozessadditiv »Natürlich fassen wir uns in Sachen Klimaschutz auch an die eigene Nase«, sagt Hiebel. Das Institut setzt auf »Grüne IT«, Ökostrom und konnte die Verbräuche von Energie, Wasser und Papier pro Kopf in den letzten Jahren durch sensiblen Ressourcenumgang senken. »Es ist schön, dass unser Engagement nun durch die Einbindung in die KlimaExpo.NRW gewürdigt wird.«

Der Einsatz Erneuerbarer Energien leistet einen entscheidenden Beitrag zum Klimaschutz. »Mit unserem System wollen wir wiederum zur Integration der erneuerbaren Energien in die Energieversorgung beitragen«, erklärt Thorsten Seipp, Mitgründer und Geschäftsführer von Volterion. Das Start-up, das sich neben UMSICHT nun ebenfalls als Vorreiter für eine klimafreundliche Zukunft bezeichnen darf, entwickelt als Spin-Off des Instituts Redox-Flow-Stacks zur Speicherung von Erneuerbaren Energien (primär Solarstrom), die kompakter, günstiger und leistungsfähiger sind als der gegenwärtige Stand der Technik. Die Batterien bieten gerade für neue Photovoltaik-Anlagen eine wirtschaftliche Speicherlösung der Solarenergie bei einfacher Montage und skalierbarer Kapazität.

Nach der Urkundenübergabe wurden von den Klimaschutz-Akteuren Schuhabdrücke genommen, die für die symbolischen Schritte in die Zukunft stehen. Bis 2022 werden es mindestens 1.000 Schritte sein, die für die unterschiedlichen Menschen, Organisationen, Unternehmen und ihre Ideen und Projekte stehen, um Klimaschutz im Zeichen des gesellschaftlichen und technologischen Fortschritts voranzutreiben. In den nächsten acht Jahren zeigt die KlimaExpo.NRW mindestens 1.000 Schritte in die Zukunft auf.
 

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