< Vier Klimaschutz-Vorreiter für NRW gekürt
07.10.2014 13:27 Alter: 4 yrs

Arnsberg geht zurück zur Natur

Die Stadt Arnsberg hat die Ruhr auf bislang 10 km Länge renaturiert. Mit der natürlichen Klimafolgenanpassung geht die Stadt im Sauerland einen vorbildlichen Weg, von dem Mensch und Natur profitieren. Die Landesinitiative KlimaExpo.NRW hat die Maßnahme daher in ihre Liste qualifizierter Projekte aufgenommen. Am Montag, den 29. September 2014, übergab Dr. Heinrich Dornbusch, Vorsitzender Geschäftsführer der KlimaExpo.NRW, Arnsbergs Bürgermeister Hans-Josef Vogel die dazugehörige Urkunde.


Die KlimaExpo.NRW macht die Schritte der Vorreiter in NRW deutlich. Für das Plakat zum 8. von „1.000 Schritten in eine klimafreundliche Zukunft in NRW“ hat die Landesinitiative die Schuhabdrücke von Arnsbergs Bürgermeister Hans-Josef Vogel genommen.

Bloßes „Reagieren“ kann manchmal gefährlich und teuer werden. Das gilt insbesondere beim Hochwasser, wo die Vorwarnzeiten kurz sind. Die Stadt Arnsberg hat sich deshalb entschieden, die Ruhr konsequent auf bislang 10 km Länge zu renaturieren. Mit der natürlichen Klimafolgenanpassung geht die Stadt im Sauerland einen vorbildlichen Weg, von dem Mensch und Natur profitieren. Daher hat die Landesinitiative KlimaExpo.NRW die Maßnahme nun in ihre Liste qualifizierter Projekte aufgenommen.

Am Montag, den 29. September 2014, übergab Dr. Heinrich Dornbusch, Vorsitzender Geschäftsführer der KlimaExpo.NRW, Arnsbergs Bürgermeister Hans-Josef Vogel die dazugehörige Urkunde – und gratulierte zu dem großen Schritt, den die Stadt mit ihrer ehrgeizigen Klimafolgenanpassungsmaßnahme geht. "Wir freuen uns sehr darüber, dass unsere Stadt mit der Renaturierung der Ruhr als eines der ersten Projekte in NRW von der KlimaExpo.NRW ausgezeichnet wurde", erklärt Hans-Josef Vogel, Bürgermeister der Stadt Arnsberg. "Dafür möchten wir uns herzlich bedanken.“

Die KlimaExpo.NRW stellt über die nächsten acht Jahre ein Portfolio von Vorzeigeprojekten zusammen. Über die Kommunikation dieser Musterbeispiele an die Öffentlichkeit im In- und Ausland demonstriert die Landesinitiative die Leistungskraft Nordrhein-Westfalens im Klimaschutz und die dadurch erzielten positiven Effekte für Wirtschaft, Wissenschaft und Gesellschaft. Um auch regional eng angebunden zu sein, arbeitet die KlimaExpo.NRW mit sieben regionalen Partnern zusammen. Am Standort Arnsberg unterstützt die Südwestfalen Agentur die Initiative dabei, den Klimaschutzgedanken regional zu verwurzeln.

Bessere Hochwassersituation, stärkere Artenvielfalt, neues Natur- und Freizeiterlebnis

Die Ruhr-Renaturierung ist ein großes Gemeinschaftsprojekt, das die Stadt planvoll und mit Ausdauer, gemeinsam mit aktiven Bürgern, Schulen und dem Land realisiert. „Das Arnsberger Renaturierungsprojekt ist vor allem deshalb so wegweisend, weil die Maßnahme in einem Schwung verschiedene wichtige Ziele gleichzeitig erreicht“, erklärt Dr. Heinrich Dornbusch.

Die Arnsberger passen den Fluss auf natürliche Weise an die Folgen des Klimawandels an. Die Uferbereiche wurden abgeflacht, das Flussbett verbreitert. So werden Hochwassersituationen deutlich abgemildert. Auch die Artenvielfalt profitiert. Zahlreiche Tierarten haben sich neu angesiedelt. „Zudem verstärkt die Renaturierung deutlich die Identifikation der Bürger mit ‚ihrer‘ Ruhr“, so Bürger

meister Hans-Josef Vogel.  Kleine Inseln im Wasser, ein breites, natürlich verlaufendes Flussbett und die zahlreichen neuen erkennbaren Tierarten machen die Ruhr in Arnsberg für alle Bürger wie auch

Besucher attraktiv. "Die Lebensqualität an der Ruhr ist deutlich gestiegen, das Naturerlebnis phänomenal“, so Vogel. Das bestätigt auch die Entwicklung am Flussufer: Dort entsteht neue Gastronomie, Umwelt- und Kunstprojekte werden initiiert. „Wir hoffen, dass unsere Verleihung nun weitere Akteure inspiriert, ähnliche Initiativen ins Leben zu rufen", sagt KlimaExpo.NRW-Geschäftsführer Dr. Heinrich Dornbusch.

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