„Unser Waldlabor ist ein Gemeinschafts- projekt der Stadt Köln mit Toyota Deutschland und der RheinEnergie, das Antworten auf drängende Fragen des Waldes im Klima- wandel gibt. Welche Baumarten eigenen sich für den Wald der Zukunft, wenn es immer wärmer wird? Welchen Beitrag können Energiewälder zur Strom- und Wärmeerzeugung im urbanen Raum leisten? Das alles wird nicht im sterilen Labor, sondern in einem Erholungsgebiet präsentiert.“ (Foto: G. Klink)

Markus Bouwman, Leiter der Forstverwaltung der Stadt Köln.

Zukunftsforschung am Gehölz

Gemeinsam mit Toyota Deutschland und dem Regionalversorger RheinEnergie erforscht die Stadt Köln den Wald von morgen. Klima-, Energie-, Wandel- und Wildniswald zeigen, wie das Gehölz als Rohstoff, Energieträger und Klimawandel-Puffer funktioniert – und sensibilisieren die Menschen für den Wandel.

Die Stadt Köln wirft einen botanischen Blick in die Zukunft: Das Waldlabor Köln erforscht neue Gehölze und Waldbilder, die zeigen, wie der „Wald der Zukunft“ aussieht und bewirtschaftet werden muss. Im Freiraumkorridor zwischen äußerem Grüngürtel und entlang der Autobahn A4 gelegen, bietet der „Probe-Wald“ Freizeitsportlern und Spaziergängern auf einem Rundweg Gelegenheit, die Unterschiede von Klima- und Energiewald, von Wildnis- oder Wandelwald zu sehen. Informationstafeln begleiten die Abschnitte und informieren über die Einzelheiten jedes Waldbildes.

Fortschrittsmotor Klimaschutz:

  • Erforschung neuer Waldbilder für die Zukunft
  • Erlebnispfad und Führungen erläutern die Ergebnisse
  • Sensibilisierung der Bevölkerung für den Klimaschutzeffekt des Waldes

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Bouwman

Der Erlebnispfad zeigt den Besuchern Ziele und Ergebnisse des Waldlabors auf.

 

Dürre-resistenter Klimawald, schnell wachsende Bäume als Rohstoff

Der „Klimawald“ beherbergt Baumarten, die besonders resistent gegen Trockenheit sind. Vor dem Hintergrund der Erderwärmung  sollen sie Aufschluss darüber bringen, ob sie die regionalen Wälder in Zukunft bereichern können.

Im „Energiewald“ dagegen wird getestet, wie ein Wald bewirtschaftet und in die Landschaft integriert werden muss, wenn er als Rohstoff-Lieferant dienen soll: Schnell wachsende Bäume werden hier innerhalb kurzer Zeitintervalle geerntet und zu Holzhackschnitzeln verarbeitet. Diese können dann CO2-neutral zur Wärme- und Stromerzeugung eingesetzt werden. So wird der Wald zum regionalen Energieversorger, trägt zudem zur Auflockerung der landwirtschaftlichen Flächennutzung bei und bietet einen Lebensraum für Tiere.

Wandelwald schafft Abwechselung, Wildniswald zeigt Unberührtheit

Darüber hinaus entsteht im Waldlabor ein „Wandelwald“, der mit unterschiedlichsten Baumarten durch die vier Jahreszeiten hindurch ein abwechslungsreiches Bild bieten wird. Gesamtästhetik und Wachstumsverhalten stehen hier im Vordergrund. So entstehen kontinuierlich neue Waldbilder.  
Eine letzte Fläche ist dem „Wildniswald“ vorbehalten. Dieser entwickelt sich natürlich und macht deutlich, wie sich unbewirtschaftete Waldflächen entwickeln.