„Herausragendes Merkmal meiner ehrenamtlichen Arbeit ist nach wie vor der Erhalt des bürgerschaftlichen Engagements unter der Maxime: VON BÜRGERN FÜR BÜRGER. Die Nordbahntrasse ist im Bewusstsein der Wuppertaler fest verankert und die Begeisterung bei tatkräftiger Mithilfe ungebrochen - trotz langer Projektlaufzeit. Darauf bin ich stolz.“ (Bild: Uwe Schinkel)

Lutz Eßrich, 2. Vorsitzender des Wuppertalbewegung e.V. und Trassenführer

Zwanzig Kilometer Zweiradkultur

Nach acht Jahren ist sie fertiggestellt: Die Nordbahntrasse in Wuppertal – ein Bürgerprojekt mit beeindruckendem Umfang. Aus zwei alten Bahnstrecken sind 23 Kilometer Rad-, Geh- und Skatingweg entstanden. Ein großer Schritt für Mensch und Mobilität in einer Stadt, die durch ihre Lage bislang nur wenig Fahrradverkehr beherbergt.

Zentral gelegen, gut angebunden, leicht integrierbar: Die Wuppertaler Nordbahntrasse ergänzt das städtische Mobilitätskonzept um einen wichtigen Baustein. 23 Kilometer ehemalige Bahnstrecke hat die Wuppertalbewegung zu einem Radweg umgewandelt – mit ehrenamtlichem Engagement, tatkräftiger Unterstützung der Wuppertaler und viel Sinn für nachhaltige Stadtentwicklung. Die Trasse macht das Fahrrad zu einer innerstädtischen Konkurrenz für das Auto – vor allem für die mehr als 100.000 Menschen, die im unmittelbaren Einzugsbereich von einem Kilometer beidseitig der Strecke leben. Ein großer Beitrag, nicht nur für den Klimaschutz.

Fortschrittsmotor Klimaschutz:

  • Bürgerschaftliches Großprojekt
  • Klimafreundliche Ergänzung der Mobilitätsoptionen in Wuppertal
  • Sozial und ökologisches Vorzeigeprojekt
  • Stadtbelebung und Dynamik entlang der Trasse

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    Wuppertalbewegung

    Die Wichernkapelle an der Nordbahntrasse, hier am Eröffnungstag, wurde ebenso wie die gesamte Trasse mit viel bürgerschaftlichem Engagement ermöglicht.

     

    Soziales Zentrum und Ruhepol
    Die neue Strecke verbindet neben geografischen Punkten auch die Menschen selbst: Mit der Nordbahntrasse entstehen neue Begegnungsmöglichkeiten in der Stadt – für Stadtfeste, Kulturveranstaltungen oder Sportevents wie zum Beispiel Skatingnights. Kostenlose Reparaturcafes oder Fahrrad- und Pedelecverleih mit unentgeltlichen Ladestationen sind bereits entstanden. Ruhesuchende finden ihren Platz in einer Trassenkapelle, die als ein Ort des Rückzuges und der Besinnung gerade gebaut wird.

    Trasse steigert Standortqualität
    Mit der Nordbahntrasse leisten die Wuppertaler nicht nur einen Beitrag zur Ökologie, sondern auch zur Qualität des Standorts: Ein neuartiges LED-Leuchtkonzept hält die ehemaligen Bahntunnel fledermausfreundlich und schafft Rückzugsräume für Tiere. Entlang der Trasse bepflanzt die Wuppertalbewegung den Weg und findet Nachahmer: Erste Urban-Gardening-Initiativen sprießen aus dem Boden.

    Die Nordbahntrasse wertet Stadtviertel auf und erhält gleichzeitig stadtbildprägende Bauwerke. Ein Leuchtturmprojekt, das weit über Wuppertal hinausstrahlt – von Bürgern für die Bürger.

    Projektvideo Nordbahntrasse Wuppertal