„Das zukünftige Stromnetz wird ohne Batteriegroßspeicher nicht auskommen. Unser Projekt liefert wichtige technische und wirtschaftliche Informationen für einen erfolgreichen Betrieb. Die Qualifizierung für die KlimaExpo.NRW setzt das richtige Signal für unser Projekt.“

Dr. Christian Folke, Projektleiter, Uniper

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Flexibler Batteriespeicher im Test

Energiespeicher sind für die Energiewende ein essentieller Baustein, denn nur mit ihnen kann man die schwankende Verfügbarkeit der Erneuerbaren Energien ausgleichen und somit Versorgungssicherheit und Netzstabilität herstellen. Zusammen mit den Projektpartnern Exide Technologies, SMA & der RWTH Aachen baut Uniper in Aachen derzeit ein weltweit einzigartigen modularen Batterie-Großspeicher. Das Forschungsprojekt analysiert wirtschaftliche und technische Aspekte der Energiespeicherung.

Fünf Batterietechnologien im Vergleich
Die Besonderheit des Großspeichers „M5BAT“ in Aachen ist neben seiner Speichergröße von fünf Megawatt, auch sein modularer Aufbau. In dem Projekt werden fünf verschiedene Batterietechnologien erprobt und miteinander verglichen.

 

 

Fortschrittsmotor Klimaschutz:

  • 5 MW Großspeicher auf Mittelspannungsebene
  • Modularer Betrieb von 5 unterschiedlichen Batterietypen
  • Parallele technische und wirtschaftliche Betrachtungen
  • Entwicklung eines Algorithmus zur Stromnetzplanung und -betriebsführung
  • Teilnahme am Regelenergiemarkt

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Uniper

Das Gebäude für den Großspeicher befindet sich gerade im Bau im Aachener Stadtteil "Rothe Erde". Ein ehemaliges Bürogebäude wird für diesen Zweck umfunktioniert.

 

Drei Batteriestränge mit unterschiedlichen Lithium‐Ionen‐Technologien dienen vor allem als kurzfristiger Leistungsspeicher. Zudem werden zwei Bleibatteriestränge unterschiedlicher Technologien installiert, die sowohl bei kurzen als auch bei mittleren Entladezeiten zum Einsatz kommen. Der direkte Vergleich dieser Technologien gibt wichtige Erkenntnisse über Reaktionszeit und Stabilität. Der hybride Betrieb kann zudem Synergien nutzbar machen. Auch das thermische Verhalten der Batterien wird analysiert, um die Klimatisierung der Energiespeicher zu optimieren und den Energieverbrauch so zusätzlich zu senken.

Wirtschaftlichkeit im Test

Neben den technologischen Aspekten werden auch die wirtschaftlichen Aspekte des modularen Großspeichers erforscht. Der Batteriespeicher wird für den Regelenergiemarkt zertifiziert, d. h. Uniper kann die dort gespeicherte Energie am Strommarkt verkaufen. Verschiedene Betriebsstrategien werden auf ihr wirtschaftliches Ergebnis bei unterschiedlichen Einsatzzwecken getestet. Die wirtschaftlichen sowie die technischen Ergebnisse des Projektes, insbesondere über Aufbau und Betrieb, werden in einem Handbuch für Großbatterien im Mittelspannungsnetz zusammengefasst und veröffentlicht. Außerdem werden eine vergleichende Technologiebewertung und ein Rechentool zur vollständigen Lebenszykluskosten-Analyse erstellt. Auch zur Optimierung von Stromnetzplanung und -betriebsführung hat die RWTH Aachen ein Tool neu entwickelt.

Ein Energiespeicher in Aachen
Das Gebäude für den Großspeicher befindet sich gerade im Bau in Aachen-Rothe Erde. Ein ehemaliges Bürogebäude wird für diesen Zweck umfunktioniert. Viele Regularien für den Bau solcher Aggregate sind noch nicht standardisiert und so müssen z. B. Lärm- und Brandschutzkonzepte umfangreich erarbeitet werden. Ein großer Vorteil von Batteriespeichern ist ihr geringer Flächenverbrauch. Im Jahr 2016 soll der Speicher offiziell in Betrieb genommen werden.