E-ifel Mobil: Klimafreundlich von Dorf zu Dorf

In vielen Städten steht Carsharing bereits hoch im Kurs, auf dem Land hingegen ist das Konzept noch relativ neu. Doch gerade hier geht ohne Auto wenig. Um die Mobilität im ländlichen Raum klimafreundlicher zu gestalten, haben fünf Dörfer in der Eifel im Rahmen des Projekts „E-ifel Mobil“ Elektroautos und Pedelecs für sich entdeckt.

Mehr als 60 Prozent der Haushalte in der Region haben laut einer Befragung der LEADER-Region Eifel mindestens zwei PKWs. Für eine kostengünstigere und klimafreundlichere Alternative wurden Carsharing-Konzepte für Elektrofahrzeuge in Dörfern mit jeweils 500-2.000 Einwohnern zusammen mit den Bürgern erarbeitet und erprobt. Zahlreiche engagierte Akteure vor Ort haben dafür zusammengearbeitet – unterstützt durch das EU-Förderprogramm „LEADER“.

Fortschrittsmotor Klimaschutz:

  • Carsharing Konzepte speziell für den ländlichen Raum entwickelt
  • Flexibles System lässt sich leicht an den Bedarf vor Ort anpassen
  • Spielt eine Vorreiterrolle in nichtstädtischer E-Mobilität
  • Bürgerbeteiligung und Zusammenführung wichtiger Akteure

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LAG Eifel

Engagierte Bürgerinnen und Bürger aus den teilnehmenden Dörfern haben entscheidende Leistung gebracht, um die E-Autos in deren Dörfer einzuführen.

 

Geht nicht gibt’s nicht: Flexible Testphase für unterschiedlichste Anforderungen

Das Ziel des Projektes „E-ifel Mobil“ ist es, Bürgerinnen und Bürger für die Möglichkeiten nachhaltiger Mobilität auf dem Land zu sensibilisieren und dauerhafte Betriebsmodelle zu entwickeln. Für eine mehrmonatige Testphase wurden fünf Dörfern insgesamt vier Elektroautos und elf Pedelecs kostenlos zur Verfügung gestellt. Und das mit Erfolg: Fast 200 Personen nutzten das Angebot in dieser Zeit und fuhren über 22.000 km mit den Elektromobilen.

Beliebtheit, Nutzungsverhalten und Nutzungszweck waren von Ort zu Ort sehr unterschiedlich. Zahlreiche Modelle wurden ausprobiert: Das Mieten des Dorfautos zum selbst fahren, die klimafreundliche Bürger-Taxifahrt mit dem „Dorfhüpfer“ oder die Nutzung von Pedelecs für kürzere Strecken. Auch bei den Zahlungsarten war der Kreativität in der Testphase keine Grenze gesetzt. Von einem Fixbetrag, über eine Spende bis hin zu einer ehrenamtlichen Tätigkeit war alles möglich.

Langfristige Konzepte gestartet

In zwei Dörfern war die Testphase so erfolgreich, dass daraus bereits dauerhafte Betriebsmodelle entstehen. In Hürtgenwald-Gey ging das eigene Dorfauto „Gey“ Anfang 2015 offiziell an den Start. Die Kosten werden durch ein neues, nach wie vor flexibles Tarifsystem und mit der Unterstützung von Werbepartnern, wie der Firmen Riedel und Kaiser, gedeckt. Auch in der Dörfergemeinschaft am Thürne steht ein eigenes dauerhaftes thürneMobil kurz bevor der Einführung.

Projektvideo E-ifel Mobil